Zukunft der Luftmobilität im Fokus: UAM-Initiative bringt 280 Fachleute zusammen

An der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) trafen sich beim Urban Air Mobility (UAM)-Wochenende in Ingolstadt insgesamt 280 Fachleute aus Wirtschaft, Forschung, Politik und Behörden. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, innovative Anwendungen und Zukunftsperspektiven der urbanen Luftmobilität. UAM („Urban Air Mobility“) bezeichnet dabei Konzepte für den Einsatz von Luftfahrzeugen im urbanen Raum.

Großes Interesse: 280 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden diskutierten über Urban Air Mobility (Foto: THI).

Attraktives Zukunftsfeld: Die UAM-Initiative begrüßt zwölf neue Netzwerkpartner (Foto: THI).

Den Auftakt bildete das Netzwerktreffen der UAM-Initiative Ingolstadt mit über 100 Teilnehmenden. Dabei wurde auch das weitere Wachstum des Netzwerks deutlich: Zwölf neue Partner stellten sich im Rahmen kurzer Pitch-Sessions vor und brachten zusätzliche Kompetenzen ein – von 3D-Geodatenmodellen bis hin zu Softwarelösungen. Damit gewinnt das Netzwerk weiter an Dynamik und thematischer Breite. Fachvorträge aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beleuchteten technologische Fortschritte, regulatorische Rahmenbedingungen und Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz.

In Impulsen und einer Paneldiskussion wurden zentrale Herausforderungen vertieft – darunter die Integration unbemannter Luftfahrzeuge in bestehende Systeme, Zulassungsverfahren sowie die Skalierung konkreter Anwendungen. Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bundesministerium und der Forschung bestätigten die strategische Ausrichtung Ingolstadts, Testumgebungen zu schaffen und die Region perspektivisch als Vertiport-Standort zu etablieren.

Eine zentrale Rolle spielte das Technologietransferzentrum Unbemannte Flugsysteme: In einem Open Lab gewährte es Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte der THI. Ergänzt wurde das Programm durch eine Ausstellung mit Lösungen aus Industrie und Wissenschaft.

Am Folgetag wurde Ingolstadt zum Treffpunkt für rund 180 Fachkräfte aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Im Rahmen der Fachtagung „Drohnen im Bevölkerungsschutz“, organisiert vom Bayerischen Roten Kreuz in Kooperation mit der UAM-Initiative und der THI, standen Einsatzmöglichkeiten von Drohnentechnologien im Fokus. Die Veranstaltung zählt bundesweit zu den größten Fachveranstaltungen ihrer Art für zivile und behördliche Anwendungen und bot Einblicke in aktuelle Entwicklungen zu Regulatorik, Datenschutz und operativer Nutzung.

Das UAM-Wochenende unterstreicht die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung der urbanen Luftmobilität. Mit Forschung, Technologietransfer und ihrer aktiven Rolle im Netzwerk positioniert sich die THI als wichtiger Akteur in diesem Zukunftsfeld.

Die UAM-Initiative Ingolstadt vernetzt seit 2018 über 100 Partner aus verschiedenen Bereichen, um die Entwicklung und Umsetzung urbaner Luftmobilitätslösungen voranzutreiben. Ziel ist es, Innovationen zu beschleunigen, Wissen zu bündeln und tragfähige Konzepte für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln.