Neue Testmöglichkeiten für Batteriesicherheit an der Technischen Hochschule Ingolstadt

Tests zur Batteriesicherheit

Die Forschungsgruppe C-ECOS am CARISSMA-Institut für Sicherheit in der Zukunftsmobilität der Technischen Hochschule Ingolstadt hat ihre Versuchsinfrastruktur um ein neues Autoklavensystem von MOTIS Fire Technology für Batterie-Missbrauchstests erweitert.

Die neue Anlage ermöglicht kontrollierte Missbrauchstests an Lithium-Ionen-Batterien und kleinen Akkupacks. Das System besteht aus einem 20-Fuß-Container mit einer integrierten 500-Liter-Druckkammer (Durchmesser 700 mm × 1,3 m Tiefe), die als definierte Testumgebung für Experimente bis zur EUCAR-Gefahrenstufe 7 dient. Verschiedene Auslösemethoden wie Nagelpenetration, Überhitzung, Kurzschluss oder Überladung können angewendet werden. Integrierte Sensoren messen Temperatur, Spannung, Druck und Gaszusammensetzung und ermöglichen so eine detaillierte Analyse der gefährlichen Emissionen bei Batteriebränden. Ein integriertes Rauchgaswäschesystem sorgt dafür, dass die Verbrennungsgase behandelt werden, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

Die Installation und Integration des neuen Testgeräts wurden erfolgreich von Herrn Nikolas Schwan und Herrn Rudolf Reclo koordiniert. Die C-ECOS-Gruppe arbeitet unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Schweiger, der die Forschungsaktivitäten im Bereich Batteriesicherheit und forensische Untersuchungen leitet.

Letzte Woche absolvierte Dr. Yash Kotak, technischer Leiter der C-ECOS-Gruppe, zusammen mit seinen Teammitgliedern eine spezielle Schulung zu dem neu installierten System, um dessen effektiven Einsatz in kommenden Forschungsprojekten sicherzustellen.

Mit dieser neuen Infrastruktur stärkt C-ECOS seine Fähigkeiten zur Untersuchung gefährlicher Emissionen bei Ausfällen von Lithium-Ionen-Batterien und zur Weiterentwicklung der Forschung im Bereich Brandschutz und Brandbekämpfungsstrategien für Batterien.