Digitale Unfallanalyse und Sicherheit im Fokus: Technische Hochschule Ingolstadt (THI) eröffnet Zentrum für Fahrzeugforensik

Wie lässt sich ein Unfall digital rekonstruieren – oder ein Stromdiebstahl im Elektroauto nachweisen? Im neuen Zentrum für Fahrzeugforensik der THI wird künftig unter anderem daran geforscht. Bei der feierlichen Eröffnung zeigten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eindrucksvoll, wie moderne Forensik und Fahrzeugtechnik zusammenwirken.

THI-Präsident Professor Walter Schober bei der Eröffnung des neuen Zentrums für Fahrzeugforensik – ein weiterer Schritt, um Innovation voranzutreiben (Foto: THI).

Das Zentrum vereint wissenschaftliche Expertise, praxisnahe Forschung und technologische Innovation. In Zeiten vernetzter und automatisierter Mobilität trägt die Fahrzeugforensik entscheidend dazu bei, Vertrauen in Daten, Analyseverfahren und Fahrzeugsicherheit zu stärken.

Gemeinsam mit Partnern wie CARISSMA und DEKRA will die THI neue Maßstäbe in der Unfallanalyse und Fahrzeugsicherheit setzen. Wie anwendungsorientiert die Forschung ist, verdeutlichte eine Live-Demonstration zum Stromdiebstahl aus einem Tesla – ein Projekt, das kürzlich mit dem Best Paper Award auf dem internationalen „USENIX Symposium on Vehicle Security and Privacy (VehicleSec’25)“ ausgezeichnet wurde.

Bei Laborführungen erhielten die Gäste Einblicke in aktuelle Projekte – von der Überprüfung von Umfeldsensoren automatisierter Fahrzeuge über V2X-Kommunikation bis zur virtuellen Rekonstruktion von Verkehrsunfällen.

Das Zentrum verfügt über modern ausgestattete Elektronik- und Prüflabore, in denen Steuergeräte und komplette Fahrzeuge analysiert werden können. Damit schafft die THI die Grundlage für die digitale Hauptuntersuchung der Zukunft.