In seinem einstündigen Impulsreferat führte der Zukunftsforscher die Jugendlichen in die Denkweisen der kultur- und sozialwissenschaftlichen Zukunftsforschung ein. Statt konkrete Prognosen zu liefern, stand der kritische Blick im Mittelpunkt: Wie entstehen Zukunftsbilder? Welche Ängste, Hoffnungen und Erwartungen prägen sie – früher wie heute? Anhand historischer Beispiele zeigte Schönhofer, dass Unsicherheit, Fortschrittsbegeisterung und technologische Befürchtungen keine Phänomene der Gegenwart sind. Vielmehr sind sie ständige Begleiter menschlicher Gesellschaften – in jeder Epoche anders formuliert, aber immer präsent. Besonders wirkungsvoll war die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler. In kurzen Reflexions- und Diskussionsrunden konnten sie eigene Vorstellungen von der Zukunft einbringen, gesellschaftliche Trends hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven vergleichen. So wurde Zukunft nicht als festgelegtes Schicksal, sondern als gestaltbarer Möglichkeitsraum erlebbar. Der Vortrag verfolgte das zentrale Ziel der Wissenschaftswoche: Wissenschaftliches Denken über den Fachunterricht hinaus zu fördern und aktuelle gesellschaftliche Fragen in die Diskussion zu bringen. Gleichzeitig erhielten die Schülerinnen und Schüler Anregungen, ihre Vorstellungen von Fortschritt, Wandel und Verantwortung kritisch zu hinterfragen. Das hohe Interesse zeigte: Zukunftsfragen sind für junge Menschen mehr als nur theoretisch – sie sind lebendig, relevant und dringend. Besonders vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie Klimawandel, technologischer Transformation und gesellschaftlicher Umbrüche sind solche Gespräche nicht nur sinnvoll – sie sind notwendig. |













