Potenziale der Biogas-Technologie in Marokko

Fachvortrag von Herrn Radouan

Herr J. Radouan von EDF Fenice berichtete über den Einsatz ihrer Biogasanlage im naheliegenden Danone Werk für den effizienten und energiererzeugenden Einsatz der Produktionsabfälle.

Gruppenbild mit den Vertretenden der Partneruniversitäten, École Nationale d'Agriculture de Meknès – Al Akhawayn University – Technische Hochschule Ingolstadt, im AMBER Projekt.

Anschließenden an den Vortrag über die Biogasanlage von EDF Fenice, konnte diese am zweiten Tag der Veranstaltung besichtigt werden.

 Am 25. und 26. November 2025 fand die Abschlussveranstaltung des AMBER Projekts in Marokko statt. Den Auftakt bildete am ersten Tag die AMBER-Endkonferenz unter dem Motto From Waste to Energy – Bridging Academia, Policy & Industry, bei der Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammenkamen, um über aktuelle Innovationen und praxisnahe Lösungen in der Biogasproduktion und -nutzung zu diskutieren. Am zweiten Tag standen Exkursionen auf dem Programm: Die Teilnehmenden besuchten die zweite Partneruniversität und erhielten Einblicke in die Biogasanlage des nahegelegenen Danone-Werks.

Die Veranstaltung begann am Vormittag mit einem herzlichen Willkommen aller Projektbeteiligten und der Gäste. Prof. El Asli von der Al Akhawayn University gab zudem einen Überblick über die Projektergebnisse und den erfolgreichen Abschluss des AMBER Projekts, sowie den wissenschaftlichen Output. Anschließend standen Vorträge von Marc Reinhard (Fachverband Biogas e.V.), der Erfahrungen aus Deutschland im Bereich Biogas und Circular Economy vorstellte, sowie von Dr. Fadwa Karouach (African Sustainble Agriculture Research Institute) zu Entwicklungen im ländlichen und urbanen Biogasbereich auf dem Programm.

Nach der Kaffeepause und der Poster-Session, in der die Teilnehmenden ihre Fragen direkt an die Promovierenden richten konnten, wurden die Promotionsthemen vorgestellt. Diese konzentrieren sich insbesondere auf die Eignung landwirtschaftlicher Nebenprodukte für kleine Biogasanlagen sowie auf die Weiterverwendung der Gärreste.

Weitere technische Fachvorträge von Vertretern internationaler und lokaler Industrie rundeten die Konferenz am Nachmittag ab. Unter diesen waren EDF Fenice, Generizon und EcoWater SARL. Ganz nach dem Motto der Zusammenführung von Forschung, Lehre und Industrie fand im Anschluss die Prämierung der Gewinnerteams der über das AMBER Project organisierten Entrepreneurial Competition statt. Die Studierenden hatten hierzu vorab Ideen für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Biogasbereich entwickelt und ihre Poster während der Konferenz ausgestellt. 

Den Abschluss der Konferenz bildete schließlich ein Internationales Panel zur Zukunft von Biogas in Afrika und Europa. Die anwesenden Vertretenden aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten gemeinsam die Hindernisse, Chancen und Perspektiven für den Biogas-Sektor in Marokko.

Am zweiten Tag der Abschlussveranstaltung besuchte die Delegation aus Deutschland die zweite Partneruniversität des AMBER Projekts, die École Nationale d'Agriculture de Meknès (ENA). Hierbei wurden vor allem die Forschungseinrichtungen für Biogas, die Lehrlabore im Bereich Landwirtschaft, sowie die zu Forschungszwecken betriebene Versuchsfarm gezeigt. Ergänzend konnte die Biogasanlage im gegenüberliegenden Danone-Werk besichtigt werden. Der Betreiber unterstützt sowohl die Lehre an der ENA als auch den PhD-Studenten des Projekts.

Die Abschlussveranstaltung des AMBER Projekts verdeutlichte, wie akademische Forschung, industrielle Praxis und politische Rahmenbedingungen zusammenwirken können, um die Biogasproduktion in Marokko nachhaltig zu fördern. Die Ergebnisse des Projekts sollen die Entwicklung einer klimafreundlichen, dezentralen Energieversorgung in Marokko weiter vorantreiben. Weitere Informationen zum Projekt, sowie der Kontakt zu den Ansprechpersonen finden Sie auf der Projektwebsite: www.amber-biogas.com

Ein herzlicher Dank geht an alle Teilnehmenden für ihre wertvollen Beiträge und den engagierten Austausch, an die Al Akhawayn University und die École Nationale d’Agriculture de Meknès für die hervorragende Organisation der Veranstaltung sowie an alle, die für die Konferenz angereist sind.

Das Projekt wird gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).