Die Ergebnisse zeichnen ein ambivalentes Bild: Zwar verfügen rund 40 Prozent der Unternehmen über eigene Foresight-Einheiten, doch echte Langfriststrategien sind selten. 86 Prozent planen innerhalb eines Horizonts von drei bis zehn Jahren – lediglich ein Prozent denkt über diese Zeitspanne hinaus. Auch in der Praxis bleibt strategische Vorausschau häufig auf operative Bereiche beschränkt. Über 80 Prozent nutzen Foresight für Zieldefinition und Marktanalyse, doch nur rund 40 Prozent wenden sie auf explorative oder adaptive Strategien an. Besonders in unsicheren Situationen wird Foresight geschätzt: 87 Prozent der Befragten sehen darin einen klaren Mehrwert für strategische Entscheidungen. Gleichzeitig bleibt der Mut zum Neudenken begrenzt. Nur 37 Prozent der Unternehmen suchen aktiv nach neuen strategischen Wegen. Die Mehrheit hält an vertrauten Mustern fest. „Die Ergebnisse zeigen: Viele Unternehmen erkennen den Nutzen von Foresight, schöpfen ihn aber noch nicht voll aus“, sagt Professor Jan Oliver Schwarz, Leiter des Bayerischen Foresight-Instituts. „Genau hier setzt der Foresight-Day an – er soll Organisationen dabei unterstützen, Vorausschau nicht nur operativ zu nutzen, sondern als Impulsgeber für echte Transformation zu verstehen.“ Impulse zur Weiterentwicklung bietet der Foresight-Day des Bayerischen Foresight-Instituts am 13. November 2025 an der Technischen Hochschule Ingolstadt. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Auf dem Programm stehen Vorträge zur Zukunft der Automobilindustrie, humanoider Robotik und innovativen Geschäftsmodellen – ergänzt durch interaktive Formate wie Lego Serious Play, Szenariospiele und ein Science-Fiction-Holodeck-Erlebnis. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.thi.de/forschung/bayerisches-foresight-institut
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Foresight als Schlüssel zur Transformation noch zu selten genutzt

Pressesprecherin
Simone Ketterl, M. A.
Tel.: +49 841 9348-2135
Raum: L306
E-Mail: Simone.Ketterl@thi.de
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