Prof. Dr. Carlo Gallier von der THI Business School hat gemeinsam mit Prof. Dr. Axel Ockenfels von der Universität zu Köln und Prof. Dr. Bodo Sturm von der HTWK Leipzig einen Artikel im Journal of Economic Behavior & Organization veröffentlicht.
Die Studie befasst sich mit der Frage, warum das Pariser Klimaabkommen bislang nicht zu ausreichend ambitionierten Klimaschutzbeiträgen geführt hat und wie es ausgestaltet werden müsste, um das 2 °C-Ziel zu erreichen. Dazu kombinieren die Autoren ökonomische Laborexperimente mit Simulationsstudien und untersuchen zwei zentrale Gestaltungsmerkmale: den bereits im Abkommen verankerten Ratchet-up-Mechanismus, der eine schrittweise Erhöhung nationaler Klimaziele vorsieht, sowie einen neuen Ansatz zur Verkürzung des Verhandlungszyklus.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein kürzerer Verhandlungszyklus den Aufbau von Vertrauen und Kooperation fördern kann. Durch häufigere Interaktionen der beteiligten Akteure kann gegenseitiges Vertrauen schrittweise und mit geringerem Risiko aufgebaut werden. Im Gegensatz dazu wirkt der Ratchet-up-Mechanismus kontraproduktiv. Teilnehmende im Ratchet-up-Design agieren vorsichtiger, um sich vor Trittbrettfahrern zu schützen.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein kürzerer Verhandlungszyklus mit häufigeren Interaktionen die internationale Klimakooperation stärken könnte, während der Ratchet-up-Mechanismus dieses Ziel nicht in vergleichbarem Maße erreicht. Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für künftige internationale Klimaverhandlungen, wie z.B. den aktuellen Politikvorschlag, nationale Klimaschutzbeiträge in kürzeren Abständen vorzulegen und zu diskutieren.













